
Dr. Binder und seine Frau Carmen 1956 in Peru
Dr. Binder mit einem Indianerkind
Dr. med.Theodor Binder, geboren 24. Juli 1919 in Lörrach.
Studium der Medizin, Philosophie und Ethnologie (Amerikanistik) in Freiburg i. Br.,
Straßburg und Basel.
Teilnahme am Krieg und am Widerstand gegen Hitler (Gruppe Goerdeler-Ritter).
Nach Entdeckung und Verfolgung Flucht in die Schweiz.
1948 Übersiedlung nach Peru.
Lagerarzt in einem Ölsucher-Camp im Gebiet der Shibibo-Indianer am Rio Pisqui.
1951 bis 1956 ärztliche Tätigkeit im Wohlfahrts- und Universitätshospital Dos de Mayo
in Lima und Privatpraxis.
1956 Übersiedlung nach Pucallpa am Rio Ucayali. Indianer- und Armenpraxis, gleichzeitig
Aufbau des Amazonas-Hospitals, das er nach seinem Freund Albert Schweitzer
benannte. Eröffnung 1960.
1973 Aufbau des Mazahua-Hospitals Albert Schweitzer in Santa Ana Nichi in der
Sierra Central in Mexico.
1977 Aufbau der Albert Schweitzer-Projekte in Paraguay (Hospital für Indianer
und Campesinos in Tavaì Ostparaguay, Ambulatorium in der Reservation der Pai
Tavyterá-Indianer in YvY Pyté und am Stadtrand von Asunciòn im Armenviertel von Santa
Teresa.
1987 Rückkehr nach Deutschland aus Gesundheitsgründen und Gründung der
Indianerhilfe Dr. Binder e.V. in Freiburg i.Br., Zasiusstraße 118.
1988 Eröffnung einer Praxis für biologische Medizin in Lörrach.
1993 Änderung des Vereinsnamens in Indianerhilfe und Tropenwaldschutz Dr.
Binder e.V.
Dieser Verein und das Armenhilfswerk Paraguay in der Schweiz unterstützen die
Indianerprojekte Dr. Binders. Sie umfassen immer ein integrales Programm: ärztliche
Versorgung, Unterweisung in der biologischen Landwirtschaft und Aufbau
landwirtschaftlicher Kooperativen, Förderung des traditionellen Kunstgewerbes und
Schaffung von Absatzmöglich-keiten, Erwerb und Sicherung des nötigen
Gemeinschaftslandes, Ermutigung zur Bewahrung der eigenen Kultur einschließlich der
Religion.
Der deutsche Verein nimmt Mitglieder auf. Spenden sind steuerabzugsfähig.
Zunächst konzentrierten sich die Bemühungen auf die Sammlung von Mitteln zum Landkauf
für die beabsichtigte Ansiedlung landloser Indianer und zum Schutz eines noch völlig
unberührten Urwaldes. Darüber hinaus sollte auf geeigneten Flächen Viehzucht und
Landwirtschaft betrieben werden, um mit der Zeit eine gewisse Unabhängigkeit der Projekte
zu erreichen.
18.351 ha befinden sich heute im Besitz des Vereins.
Auszeichnungen: Preis der deutschen Freimaurer; Internationaler
Albert-Schweitzer-Preis für Medizin in Wilmington/North Carolina; Hippokrates-Medaille;
Hufeland-Nadel; Albert-Schweitzer-Preis der Universität Orange/Californien.
Veröffentlichungen: Nietzsche, Albert-Schweitzer als
Philosoph, Heimatlichkeit und Unheimlichkeit der Welt(Bemerkungen über
Goethes Naturverhältnis), Heroismus als Daseinshaltung, Sinn und Unsinn
der Christlichen Mission unter Urwaldindianern, Das Recht auf eigene
Entwicklung in der dritten Welt, Beitrag im Schatzkammer Regenwald.
zurück