Es gilt vor allem, neue Freunde zu finden, die die Arbeit
unterstützen und mit Spenden dafür sorgen, daß die segensreichen
Projekte des Vereins für die hilfsbedürftigen Indianer in Paraguay fortgeführt und
sogar ausgebaut werden können.
Dr. Binder hat sich bei seinem diesjährigen Besuch in Paraguay davon überzeugt, daß in
den Projekten nach wie vor sehr gute Arbeit geleistet wird, wenn sie durch die in der
vergangenen Zeit zurückgegangenen Spendeneingänge auch immer weiter eingeschränkt
werden mußte.
Dr. Binder hat folgende Vorschläge gemacht: - Mit neuer
Finanzkraft ausgestattet sollte das Ambulatorium wieder ganztägig geöffnet sein, um
Armen und Kranken die dringend notwendige medizinische
Versorgung bieten zu können.
- Im Hinblick auf die im Januar beginnende Trockenheit sollte für die
Mbyá-Indianer in
Ka-aguaý-Yvaté (Hochwald) sobald wie möglich ein
Tiefbrunnen mit Zisterne gebaut werden,
damit die mit Mühe und Sorgfalt gezogenen Anpflanzungen
nicht wieder vernichtet werden.
Ein mit 13.000 Fr. bedachter Preis, der Dr. Binder kürzlich im Rahmen einer
Ehrung
verliehen wurde, ist von ihm für diesen Zweck
bereits zur Verfügung gestellt worden und
bildet den Grundstock für diese Vorhaben.
- Die Entwicklung des Chacolandes Aufgehende Sonne sollte mit
Vorrang fortgeführt werden.
Es handelt sich hier um ein 18.351 ha großes Urwaldland, das zum größten
Teil noch völlig
unberührter Urwald
ist, in dem aber auch gut 10 % Naturweiden liegen. Auf diesen Weiden soll
nach Plänen des
Vereins Viehzucht und Landwirtschaft betrieben werden und
eine Siedlung entstehen.
Der Erlös aus diesen Anpflanzungen über den Anteil hinaus, der für die
Selbstversorgung der
Einwohner erforderlich ist, soll für die anderen
Vereinsprojekte in Paraguay eingesetzt
werden und sie langfristig von Spenden unabhängig machen,
ganz nach dem Motto, das Dr.
Binder vor Jahrzehnten erstmalig einsetzte und das heute zu
einem Begriff wurde, der in aller
Welt verstanden und benutzt wird: Hilfe zur Selbsthilfe.
1998 konnte Dr. Binder und seine Frau Carmen auf 50 Jahre
aufopfernde humanitäre Arbeit
für die bedrohten Urvölker in Südamerika zurückblicken.
Über 20 Jahre bestehen jetzt schon
die Projekte in Paraguay.
Diese Zahlen sagen mehr als tausend Worte. Sie stehen für ein ganzes
Leben in Menschlich-
keit und Opferbereitschaft, in Bescheidenheit und Ehrfurcht
vor dem Menschen und der
Natur.
Begleiter auf diesem Weg sind Menschen, die weltweit höchste Achtung genießen:
Albert Schweitzer, der Urwaldarzt aus Lambarene und Vorbild von Dr. Binder sowie
Mutter Theresa, die mit Dr. Binder 1975 den Internationalen Albert-Schweitzer-Preis
in
Wilmington/North Carolina erhielt.