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Pressemitteilung 1/99
Zahlreiche honorige Gäste konnte der Vorsitzende des Vereins
"Indianerhilfe und Tropenwaldschutz Dr. Binder e.V.", Eckhardt Hildebrandt, am
Sonnabend bei der diesjährigen Mitgliederversammlung im Zentrum für
Kultur-Umwelt-Gesundheit (KUG) in der Hardenbergstraße 3 in Wardenburg begrüßen. Neben
Vereinsmitglied Sylvia Voß, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, dem Vors.
Richter am Landgericht Oldenburg, Dr. Armin Lutz Frühauf, dem Fernsehjournalisten Werner
Hoffmann ist auch der Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Dr. Hilmar Zeigert gekommen, um sich
über die Aktivitäten des internationalen humanitären Vereins zu informieren. Besonders
begrüßt wurde vor allem der Ehrenvorsitzende und Vereinsgründer Dr. Theodor Binder, der
in wenigen Wochen 80 Jahre alt wird und nach wie vor dem Verein entscheidende Impulse
gibt. Er berichtete von seiner letztjährigen Rundreise zu den Vereinsprojekten in
Paraguay und war über die dort geleistete Arbeit sehr zufrieden.
Neben den Vereinsregularien stand eine Satzungsänderung im Mittelpunkt der Diskussion. Weil der Verein
neben seiner schwerpunktmäßigen mildtätigen Aufgabe der medizinischen Versorgung von
Armen und der Urbevölkerung in Südamerika, vor allem aber in Paraguay, auch
gemeinnützig im Bereich Umweltschutz und Förderung der Landwirtschaft tätig geworden
ist, mußte dies auch satzungsmäßig erfaßt werden. Einstimmig wurde dem von Kassenwart
Ulrich Koch, Sandkrug, in enger Abstimmung mit dem Oldenburger Finanzamt erarbeiteten
neuen Satzungstext zugestimmt.
Einen breiten Raum in der Diskussion nahm das Projekt
"Wasserbüffel" ein. Vorsitzender Hildebrandt erläuterte den aktuellen Stand
des Projektes, dem die Mitglieder schon im vergangenen
Jahr zugestimmt hatten und freute sich vor allem, daß der Agraroekonom Prof. Dr. Zeigert
seine aktive Unterstützung zugesagt hatte und seine internationalen Kontakte mit
einbringen wird. Auch Vereinsmitglied Sylvia Voß (MdB) will sich verstärkt von Berlin
aus für die Vereinsprojekte engagieren und die Aktivitäten begleiten. Dr. Armin Frühauf
wird in Kürze für eine längere Zeit nach Paraguay gehen, um im Auftrag der
Bundesregierung beim Aufbau des paraguayischen Rechtssystems behilflich zu sein. Dabei
wird er in unmittelbarer Nähe des vom Verein betreuten Ambulatoriums der Landeshauptstadt
Asunción sein und Gelegenheit haben, diese Einrichtung zu besuchen. Der Hamburger
Fernsehjournalist Werner Hoffmann hat sich bereiterklärt, in enger Zusammenarbeit mit dem
2. Vorsitzenden Peter Biel, Sandkrug, nationale und internationale Medien auf das Wirken
des Wardenburger Vereins aufmerksam zu machen und vor allem das Lebenswerk von Dr. Binder
in der breiten Öffentlichkeit darzustellen und Möglichkeiten
einer finanziellen Unterstützung für die Vereinsarbeit zu erkunden.
Mit großer Genugtuung ist die Entwicklung nach der Ermordung
des Vizepräsidenten von Paraguay, Luis Maria Argana, im März von der Mitgliedschaft
aufgenommen worden. Argana war ein langjähriger persönlicher Freund von Dr. Binder, der
in diesen Tagen ständig aus Paraguay über die politische Situation informiert wurde und
sehr erleichtert war, daß das paraguayische Volk seine Stimme erhoben und damit für eine
schnelle Beendigung der Staatskriese gesorgt hatte.
Einstimmig wurde der Antrag von Dr. Binder angenommen, die
weltweite Aktion zur Rettung des Pantanal in Südamerika zu unterstützen. Das Pantanal
ist das größte Überschwemmungsgebiet der Erde und das artenreichste Tierparadies in
Südamerika. Ein aberwitziges Wasserbauprojekt, so Dr. Binder, würde diese einmalige
"Arche Noah" jetzt in große Gefahr bringen. Der Vereinsvorstand wurde
beauftragt, sich mit anderen deutschen und internationalen Naturschutzverbänden in
Verbindung zu setzen und gemeinsame Aktionen durchzuführen. |
Pressemitteilung 2/99
Wardenburg. In die
Obhut des in Wardenburg ansässigen Deutschen Büffel-Verbandes (DBV) gab der Verein
"Indianerhilfe und Tropenwaldschutz Dr. Binder e.V." (ITB) die sich in seinem
Besitz befindenden 7 Wasserbüffel, die bereits seit einigen Wochen auf dem Farmgelände
des Büffel-V erbandes in Achternholt weiden.
Wie die beiden Vorsitzenden des ITB, Eckhardt Hildebrandt, Wardenburg, und Peter Biel,
Sandkrug, hervorhoben, ist dieser einstimmig auf der Mitgliederversammlung am vergangenen
Freitag im Zentrum für Kultur-Umwelt-Gesundheit (KUG) in der Hardenbergstraße 3 in
Wardenburg gefaßte Beschluß sehr sinnvoll, weil diese Tiere ohnehin schon seit geraumer
Zeit vom DBV betreut werden und mit anderen den Kern der Wardenburger Büffelherde bilden.
Im Beschluß wird sichergestellt, daß der Wert dieser Tiere, der durch Nachzucht
inzwischen von DM 10.000 auf DM 26.000 angewachsen ist, dem "Indianerverein"
erhalten bleibt. Durch die Übernahme der Tiere durch den DBV werden dagegen alle mit der
Pflege und Haltung verbundenen Kosten übernommen.
Ein weiterer Schwerpunkt der von Eckhardt Hildebrandt geleiteten
Mitgliederversammlung war der schriftliche Bericht des Vereinsgründers und
Ehrenvorsitzenden Dr. Theodor Binder über die von ihm im Oktober durchgeführte
Inspektionsreise zu den Vereinsprojekten in Paraguay. Besonders herauszuheben sei der
Besuch bei der neugewählten Direktorin der paraguayischen Indianerbehörde I.N.D.I., Dr.
Leni Pane, die sich anerkennend über die von der deutschen Organisation in den
vergangenen Jahren geleistete humanitäre Arbeit und medizinische Versorgung der
Urbevölkerung geäußert hat und Dr. Binder auch zukünftig eine enge Kooperation
zusagte.
Erfreut zeigte sich Dr. Binder auch über die starke
Frequentierung des vereinseigenen Ambulatoriums in Fernando de la Mora, in dem er sich
selbst an einigen Tagen zur Unterstützung der Ärzte an der Behandlung der Patienten
beteiligte.
Auch der Besuch des Urwalddorfes der Mbyà-Indianer, Ka-aguý-Yvaté
(Hochwald), 60 km nördlich der Stadt Ciudad del Este in Ost-Paraguay, zu dem Dr. Binder
von einem Fernsehteam begleitet wurde, verlief sehr erfolgreich. Neben der Übergabe einer
Lebensmittelspende und der intensiven medizinischen Betreuung insbesondere der Kinder
standen Gespräche mit den Dorfältesten und dem Häuptling Oscar Romero im Mittelpunkt
des Besuches. Oscar Romero bat darum, den deutschen Spendern den Dank des Dorfes
auszurichten, die einen wesentlichen Anteil daran hätten, daß das Dorf sich so gut
entwickeln könne. Leider sei durch einen Sturm das zur Stromerzeugung notwendige Windrad
des im vergangenen Jahr gespendeten Tiefbrunnens beschädigt worden. Wenn die zugesagte
Reparatur durch die Regierung in Paraguay nicht erfolgen würde, sagte Dr. Binder die
Kostenübernahme zu, damit das Dorf auch zukünftig über ausreichend Trinkwasser und für
die Bewässerung ihrer Felder verfügen könne. |
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