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Organisation (für die Indianer) wie ein Ort der Hoffnung, wo sie für ihre körperlichen Probleme Hilfe finden und wo sie auch bei der Orientierung bei ihren Angelegenheiten mit den Behörden unterstützt werden. Trotz der spärlichen Mittel, die wir zur Verfügung haben, tun wir unser möglichstes um ihnen durch gute medizinische Versorgung beizustehen, ebenso mit den entsprechenden Medikamenten und mit Lebensmittelzuteilungen; außerdem werden sie im Ambulatorium bis zu ihrer Genesung beherbergt. Die Ärzte sagen, dass eine gute medizinische Versorgung und die entsprechenden Medikamente nicht dazu ausreichen, wenn der Patient sehr unterernährt ist und und nicht die nötigen Basis-Nahrungsmittel zu seiner Regenerierung erhält. Wir wissen, dass der leitende Gedanke der Spender und Dr. Binder's bei der Gründung dieser Organisation der der Solidarität war: es geht darum, den Bedürftigen die Hände zu reichen, um ihnen beim weiterleben zu helfen und, wenn möglich, sie auf diesem schwierigen Weg ihrer Existenz zu unterstützen, auf dem sie lernen müssen, sich in einer ihnen bisher unbekannten Umgebung zurechtzufinden, ohne Wald, ohne Früchte, ohne Jagdtiere - und diese Grundsätze unserer Organisation wollen wir erfüllen, ohne paternalistisch zu wirken, indem wir sie (die Indianer) dazu ermutigen, selbst zu handeln.Wir haben die Indianer bei verschiedenen Gelegenheiten in ihren Angelegenheiten begleitet, wenn sie bei anderen Institutionen Hilfe erbitten wie z.B. die "Oficinas de Itaipú Binacional " in Asunción, wo sie erreichen wollen, dass sie ihr Kunsthandwerk ausstellen und verkaufen können. Wir helfen ihnen beim Aufsetzen schriftlicher Gesuche für alle anfallenden Angelegenheiten beim INDI (Indianerbehörde) und anderen Institutionen, damit ihren Bedürfnissen Rechnung getragen wird.Übersetzung des Jahresbericht 1999 mit Statistiken aus der "Fundación Médico-Social Paraguayo Alemana Dr. Theodor Binder" in Paraguay
Information von Frau Dr. Edelmira Recalde, Leiterin der Projekte des Vereins Fernando de la Mora, den 26. September 2000 An die Mitglieder des Vereins Indianerhilfe und Tropenwaldschutz Dr. Binder e.V. Von: Dr. Edelmira Presentado de Recalde Betrifft: Bericht über die Aktivitäten in Paraguay im Jahr 1999 im Ambulatorium Dr. Theodor Binder Während des ganzen Jahres 1999 bis zum heutigen Tag wurde unser Land von heftigen politischen Kämpfen erschüttert, die zum sozialen und wirtschaftlichen Chaos führten. In dieser Situation ist die Kontrolle der geplanten sozialen Hilfsprogramme (Gesundheit, Erziehung, Landwirtschaft) der gegenwärtigen Regierung praktisch entglitten; zu dieser chaotischen Situation kommen hinzu das durch die Abholzung zerstörte Ökosystem, die Erhöhung der Ozonwerte mit seinen logischen Konsequenzen, klimatische Veränderungen mit ausgedehnteren Trockenzeiten im Sommer, übertriebenen Hitzewellen und unüblich starke Regenfälle mit zerstöreri-schen Tornados; sehr rauhe Winter mit Frösten, die die Aussaaten zerstören. Im Jahr 1999 gab es zwei Epidemien (das Dengue-Fieber Typ 01 sowie Malaria, erstere mit größerer Intensität und Auswirkungen und mehr betroffenen Personen). Im laufenden Jahr (2000) haben wir erneut eine Dengue-Epidemie und, laut Aussagen der Behörden (Gesundheitsministerium) handelt es sich diesesmal um das Dengue-Fieber Typ 02, also die hämorraghische Art. Die Leitung unseres Ambulatoriums wird laufend von den Gesundheitsbehörden beraten, d.h. Frau Dr. Malvina Paez, die Koordinatorin des ........" gibt uns Verhaltensrichtlinien und Informationsbroschüren, von denen ich diesem Bericht einige beilege. Angesichts dieser ganzen Problematik war und ist unsere Orgetragen werde. In diesen Fällen versammeln sie sich mit dem Koordinator (Prof. Paiva) und anderen Mitgliedern des Ambulatoriums und bitten um Meinungen, Ratschläge und Orientierungshilfen, womit sie ihr Vertrauen in unsere Organisation bezeugen. Bis heute haben wir in unserer Krankenkartei 4.050 eingetragene Patienten. gez.: Dr. Edelmira Recalde
Information von Frau Dr. Edelmira Recalde, Leiterin der Projekte des Vereins "Indianerhilfe und Tropenwaldschutz Dr. Binder e.V." in Paraguay, über die Lage der paraguayischen Indianer FUNDACION MEDICO SOCIAL PARAGUAYO ALEMANA "DR THEODOR BINDER" Fernando de la Mora, den 25. Dezember 2000 An die Vorstandsmitglieder des Vereins "Indianerhilfe und Tropenwaldschutz Dr. Binder e.V." Die Situation der Indianer hat sich seit den letzten Informationen vom 4. Oktober 2000 bis zum heutigen Tag weiterhin verschlechtert. Ihre Abwanderung nach Asunción (der Hauptstadt Paraguays) hat beträchtlich zugenommen, weil der Staat die finanzielle Zuteilung, die der Indianerbehörde INDI zugestanden hätte, kürzte und aus diesem Grund die Hilfe dieser Institution für die Indianer erheblich abnahm. Zudem zeigt sich eine weitere ungewöhnliche Erscheinung: Erwachsene und Kinder irren in den Straßen umher und betteln; für diese letzteren sind die Aussichten noch schlechter. Der Aufenthalt inmitten des chaotischen Verkehrs der Hauptstadt gefährdet die Gesundheit der Indianer, die außerdem dem Unbill der Witterung mit Temperaturen bis 40 o im Schatten sowie Regen oder plötzlicher großer Kälte ausgesetzt sind; zu alldem kommt die Ausbreitung der Dengue-Epidemie hinzu. Unsere Institution tut innerhalb ihrer sehr begrenzten finanziellen Möglichkeiten das Menschenmögliche, um einige der erwähnten Notstände zu mildern: ärztlich und zahnärztliche Betreuung und Verteilung von Medikamenten und kleinen Nahrungsmittel-Rationen; aber die Nöte übersteigen immer mehr die vorhandenen Hilfsmittel und die Mitarbeiter der Organisation fühlen sich zunehmend hilflos. In der Ausgabe vom 1. Dezember 2000 berichtete die Zeitung ABC Color auf Seite 30 folgendes: der Gesundheitsminister Dr. Chiola verweigerte wegen fehlender Mittel die Anstellung eines Arztes für das Indianerhospital. Die Situation verschlimmerte sich durch den Rücktritt der Direktorin dieser Einrichtung. Ohne Arzt und ohne Mittel für den Kauf von Medikamenten, ist die Indianerbehörde INDI in der Meinung vieler zum Verschwinden verurteilt. Das INDI sieht sich täglich mit zahllosen Problemen konfrontiert, um den kranken Indianern helfen zu können, die täglich dort erscheinen, um Hilfe zu erbitten.Die Präsidentin des INDI sagt, dass für einige Institutionen ein Indianer im Grunde nichts wert sei und dass die Gesuche, welche die Eingeborenen einreichen, überhaupt nicht beantwortet werden; weiterhin erklärt sie, dass die Institution INDI nicht mehr weiß, was sie mit den Indianern tun soll, die um Beistand bitten. Sie fügte hinzu, dass die staatlichen Krankenhäuser sie nicht behandeln wollen, da sie kein Geld zum Bezahlen haben. Sie wies auf Notfälle hin, die aus Mangel an Medikamenten nicht mehr aufgenommen wurden. Schließlich sagte sie, die Situation werde sich im nächsten Jahr nicht ändern, falls die Indianerbehörde INDI die Mittel nicht zur Verfügung gestellt bekomme, die ihr laut Staatsetat zustehen. In der Ausgabe vom 15.12.2000 der Zeitung ABC Seite 32 wurde folgendes ausgeführt: Die Dengue-Epidemie bedroht die Städte Lambaré und San Lorenzo, die in der Nähe der Hauptstadt liegen. Das Gesundheitsministerium erklärte höchsten Notstand in den erwähnten Städten angesichts des dortigen hohen Auftretens von Aedes Aegypti - Larven. Dieses Insekt überträgt die Krankheit. Jeden Augenblick kann eine Epidemie ausbrechen. Was wird aus den unterernährten, von Parasiten befallenen und halbnackt herumlau-fenden Eingeborenen, die in den Straßen umherirren - die Folgen sind unvorstellbar! Am 24.12.2000 schrieb die Zeitung ABC in ihrem Wirtschaftsteil: "Der Senat schnallt dem Land den Gürtel so eng, wie nie zuvor." Aufgrund des Staatsetats für das Jahr 2001 muß die Exekutive folgende Institutionen sofort entweder reformieren oder schließen: Consejo Nacional de la Vivienda (Conavi) ( Staatliche Stelle für Woh-nungen), Instituto Nacional del Indigena INDI (Indianerbehörde), Ferrocarril C.A. López (Eisenbahn) sowie die Banco Nacional de la Vivienda (Staatsbank für Wohnungsbau). Im Augenblick reicht der Etat von einigen Institutionen wie dem INDI oder der Eisenbahn kaum für die Finanzierung der ersten Jahreshälfte. Der Staatspräsident wird dadurch gezwungen sein, sie entweder zu reformieren oder gänzlich zu eliminieren. So sieht die Wirklichkeit aus, ein verzweiflungsvolles Bild der Indianerproblematik. Die einzige Hoffnung die bleibt, ist die auf die Hilfe einer großzügigen Institution, um diese übergroße Bedrohung abzuwenden. Hochachtungsvoll gez. Dr. Edelmira P. de Recalde 18.2.01 |