INDIANERHILFE UND TROPENWALDSCHUTZ
DR. BINDER e.V.
26209 Hatten-Sandkrug, Narzissenweg 18

 

Werner Hoffmann ist neuer Vorsitzender der Indianerhilfe

Sandkrug. Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Vereins "Indianerhilfe und Tropenwaldschutz Dr. Binder e.V.", die am Sonnabend, den 29. April 2000 im Gasthof Sandkrug durchgeführt wurde, stand der Bericht des Vereinsgründers und Ehrenvorsitzenden Dr. Theodor Binder über seine diesjährige Reise nach Paraguay und Peru, wo die beispielhafte heute über 50-jährige humanitäre Arbeit für die indianische Urbevölkerung begann.


Foto:  Über die Unterstützung der Bundestagsabgeordneten Sylvia Voß (rechts) freut sich Peter Biel (links) gemeinsam mit dem Ehrenvorsitzenden Dr. Theodor Binder und der wiedergewählten Schriftführerin Sabine Geugelin.

In Pucallpa wurde 1960 von ihm und seiner Frau Carmen das bisher größte Projekt, ein 120-Betten-Hospital, errichtet, das anlässlich des 85. Geburtstages des befreundeten Arztes Dr. Albert Schweitzer den Namen "Amazónico Albert Schweitzer" erhielt.

Viele hundert Indianer und ehemalige Mestizen-Patienten sowie die Honoratioren der Stadt und das Krankenhauspersonal bereiteten Theodor Binder bei diesem erstmaligen Besuch nach über 28 Jahren schon auf dem Flugplatz ein begeistertes Willkommen. Zahlreiche Empfänge und Ehrungen waren ein sichtbares Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung für diese außerordentliche medizinische und humanitäre Pionierarbeit des Urwaldarztes, die ihren Höhepunkt in der Ernennung zum Ehrengast der Stadt Pucallpa und zum Ehrenmitglied der juristischen Fakultät fanden.

Ein weiterer bedeutender Höhepunkt war die Enthüllung der Büsten von Albert Schweitzer und Dr. Binder auf dem Gelände des Hospitals und die Ehrungen im farbenprächtigen folkloristischen Rahmen, die die "Vereinigung der 14 Indianerstämme der Ucayali-Region" für ihren "Yatun Papa" (Vater von allen), wie der deutsche Tropenmediziner liebevoll genannt wird, organisiert hatten.

Für Dr. Binder war dies das bewegendste Ereignis seines Lebens und eine würdige Anerkennung seines Lebenswerkes, das nicht mehr überboten werden kann.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes brachten die Neuwahlen folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender: Werner Hoffmann, Finkenwerder Süderdeich 21, 21129 Hamburg, Telefon: 040 - 589 741-0 Fax:  -20, email: wh@bio-planet.com

2. Vorsitzender: Dr. Günther Lang, Burgstrasse 112, CH - 4125 Riehen

3. Vorsitzender: Peter Biel, Narzissenweg 18, 26209 Sandkrug

Der 3. Vorsitzender Peter Biel konnte anschließend die aus Berlin angereiste Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Sylvia Voß, die seit Jahren dem Verein angehört, ebenso begrüßen wie den Vertreter einer Hamburger Schule, die im Rahmen von Projekten die humanitäre Arbeit des Vereins unterstützen möchte.

Hier ist das vorrangige Ziel, vor allem den Betrieb des vereinseigenen Ambulatoriums in Paraguay langfristig zu sichern sowie Projekte auf einem über 18.000 Hektar großen Urwald- und Weidengelände zu realisieren, um die Vereinsprojekte in Paraguay selbsterhaltend zu gestalten.

Auf Grund der überwältigenden Ereignisse in Peru sollen auch hier sowie in Mexico, einer weiteren mehrjährigen Station auf dem humanitären Lebensweg von Dr. Binder, alte Verbindungen wieder aufgenommen und weiterentwickelt werden. Dazu wurden auf einer ersten Vorstandssitzung bereits konkrete Beschlüsse gefasst und Gespräche mit Regierungsvertretern in Berlin vereinbart. Hier sagte vor allem Sylvia Voß zu, in den nächsten Tagen die ersten Kontakte herzustellen.

Des weiteren soll eine neue Postkarten-Serie mit indianischen Motiven aufgelegt werden, um auf die Arbeit des Vereins in Paraguay aufmerksam zu machen.

Begrüßt wurde die Präsenz des Vereins im Internet (www.indianerhilfe-doktor-binder.de). Über 1000 Zugriffe in nur wenigen Monaten zeigen, dass auch dieser Weg angenommen wurde und Menschen spontan bereit waren, projektbezogene Spenden auf das Vereinskonto zu überweisen. Dr. Binder dankte in diesem Zusammenhang auch den Kindern, Eltern und Lehrern der Grundschule in Neerstedt, die im Rahmen einer Schulveranstaltung zum Thema "Indianer" im vergangenen Jahr über 450.-- DM gesammelt hatten, die der Indianerhilfe übergeben wurde.

Wenn viele Menschen dabei mithelfen, mit jeweils kleinen Summen die humanitäre Arbeit des Vereins zu unterstützen, dann wird es uns auch weiterhin gelingen, so 3. Vorsitzender Peter Biel, das Werk von Dr. Binder fortzuführen und bedrohten, hilflosen und kranken Menschen beizustehen.